Gewinnen Sie einen Einblick in die Untertage-Erdgasspeicheru

Zwei Speicher-Typen sichern die Versorgung

Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten, Erdgas unterirdisch zu speichern. Kavernenspeicher und Porenspeicher unterscheiden sich hinsichtlich Speichergestein und -mechanismus.

Kavernenspeicher

Kavernen sind große, natürliche oder künstlich durch Aussolung von Steinsalz oder durch Bergbau geschaffene unterirdische Hohlräume. Besondere Bedeutung für die Untertage-Gasspeicherung kommt den künstlich angelegten Kavernen im Steinsalz zu.

Salzstöcke bilden unterirdische Hohlräume

Die petrophysikalischen Eigenschaften von Salz garantieren die natürliche Dichtheit der Steinsalzkavernen und machen eine zusätzliche Auskleidung, wie bei bergmännisch geschaffenen Felskavernen, unnötig. Die Anlage von Untertage-Gasspeichern in Kavernen ist an das Vorkommen von mächtigen unterirdischen Salzlagerstätten in erreichbaren Tiefen gebunden. Dies ist insbesondere durch die Salzaufdomungen in Nord- und Mitteldeutschland gegeben. Im Steinsalz, das überwiegend in so genannten Salzstöcken, nur wenige hundert Meter tief unter der Erdoberfläche, mit Bohrungen erschlossen werden kann, lassen sich soletechnisch große Hohlräume für die Erdgasspeicherung erzeugen.

Kissengas sorgt für den notwendigen Druck

Der Gasinhalt eines Kavernenspeichers unterteilt sich grundsätzlich in Kissengas und Arbeitsgas. Das Kissengas besteht aus dem Gasvolumen, das in einem Speicher erforderlich ist, um den minimal notwendigen Speicherdruck für eine optimale Ein- und Ausspeicherung zu ermöglichen. In Kavernen ist das Kissengas auch zur Gewährleistung der Standfestigkeit erforderlich. Der Kissengasanteil beträgt etwa 1/3 bis 1/2 vom maximalen Speichervolumen und verbleibt permanent im Speicher.

Arbeitsgas – eine flexible Menge

Als Arbeitsgas definiert man das Gasvolumen, das zusätzlich zum Kissengas jederzeit eingelagert oder entnommen werden kann.

Porenspeicher

Porenspeicher dienen überwiegend der saisonalen Grundlastabdeckung, da sie oft über ein großes Aufnahmevolumen verfügen und durch ihre natürlich vorgegebenen Strömungsverhältnisse im Speichergestein, meist Sandstein, langsamer auf Veränderungen der Förderraten in den Speicherbohrungen reagieren.

Gutes Speicherverhalten im porösen Gestein

Porosität und Klüftigkeit der Gesteine sind zum Speichern von Erdgas ideale Voraussetzungen.

Porenspeicher sind Untertage-Gasspeicher in ausgeförderten Erdgas- oder Erdöllagerstätten sowie in Aquiferstrukturen. Durch die vorausgegangene Ölförderung und Gasproduktion sind die Lagerstätten bereits im Vorfeld der Gasspeicherung gut untersucht und in ihrem Speicherverhalten bekannt. Die über Millionen von Jahren vorhandene natürliche Gasdichtheit der abdeckenden Schichten, die meist aus Tonstein oder Steinsalz bestehen, garantiert einen sicheren Speicherbetrieb in den porösen Gesteinen.

Aquiferstrukturen

Bei Aquiferstrukturen handelt es sich um poröse, wassergefüllte Gesteinsschichten, die von undurchlässigem Gestein begrenzt und abgedeckt werden. Durch die Einpressung von Speichergas wird das Wasser aus den Porenräumen verdrängt und so eine künstliche Gaslagerstätte geschaffen. Bei der Entnahme schiebt das verdrängte Wasser das Speichergas zurück in die Bohrungen.

Die Einspeicherung

Lernen Sie mehr über die Einspeicherung von Erdgas am Beispiel des ESE-Erdgasspeicher Etzel.

Die Ausspeicherung

Lernen Sie mehr über die Ausspeicherung von Erdgas am Beispiel des ESE-Erdgasspeicher Etzel.