23
Mai
2023
|
15:27
Europe/Berlin

Besucherzentrum in Wilhelmshaven soll über Dekarbonisierungsziele Unipers´ aufklären

Zusammenfassung

Noch dieses Jahr soll im Zuge des Energy Transformation Hub Nordwest ein Infocenter entstehen

Mit der Inbetriebnahme des ersten LNG-Importterminals in Deutschland im Dezember 2022 setzte Uniper einen Meilenstein für die Unabhängigkeit von russischen Gaslieferungen. Doch der Import von Flüssigerdgas stellt nur einen Übergang dar und dient der kurzfristigen Sicherstellung der Energieversorgung. Dauerhaft wird Uniper im Energy Transformation Hub Nordwest auf grüne Energieträger umstellen und im Rahmen der Projekte „Green Wilhelmshaven“ und „Masterplan Wilhelmshaven“ sowohl Wasserstoff per Elektrolyse produzieren als auch Ammoniak über ein Import-Terminal anlanden, das wiederum in Wasserstoff umgewandelt wird. Die Inbetriebnahme des Terminals ist für 2028 vorgesehen, die Großelektrolyse-Anlage soll 2027 an den Start gehen.

„Die Bevölkerung in Wilhelmshaven sieht die Notwendigkeit des LNG-Terminals, möchte jedoch gleichzeitig die Gewissheit haben, dass es sich hierbei um eine Übergangslösung handelt und der Standort Wilhelmshaven ein echter Transformationspunkt ist“, sagt Julia Grebe, Stakeholder-Managerin für Norddeutschland bei Uniper. Für Einheimische und Touristen, die sich für Unipers Vorhaben interessieren, soll noch in diesem Jahr ein Besucherzentrum gebaut werden. Denn die bisherige Anlaufstelle wurde mit der Stilllegung des Kohlekraftwerks, das bis dahin viele Besucher empfangen hatte, geschlossen und am neu errichteten LNG-Terminal ist der Empfang von Besuchern nicht möglich. 

Im neuen Besucherzentrum können sich Interessierte über neue Energieträger, Uniper-Projekte in Wilhelmshaven und der Region sowie die Umrüstung des Kraftwerksstandorts informieren. Dafür werden Modelle von Anlagen, Filme sowie digitale Erklärformate zum Einsatz kommen. Das Besucherzentrum soll auf Zeit eingerichtet werden, denn sobald die Großelektrolyse und das Ammoniak-Importterminal errichtet sind, könnten auch dort Besucher empfangen werden.

Mit Hochdruck arbeitet Uniper aktuell auch an der Neuplanung des 2021 stillgelegten Kraftwerksstandorts. Rund 100 Hektar werden neu verplant. Teile des Gebäudes des ehemaligen Kraftwerks bleiben bestehen und sollen im Sinne der Nachhaltigkeit umgewidmet werden. Außerdem wird die Elektrolyse-Anlage zur Umwandlung von Offshore-Wind in Wasserstoff einen Teil der Fläche einnehmen. Auch andere Unternehmen planen, ihre grünen Projekte auf dem Gelände des ehemaligen Kohlekraftwerks anzusiedeln. Dabei werden sich die Firmen zum Teil gegenseitig bei den Betriebs- und Rohstoffen und bei der Nutzung der erforderlichen Energien in einer Art Kreislaufwirtschaft ergänzen. „Mit unseren Plänen schaffen wir die Transformation von einem konventionellen Kohlekraftwerksstandort zu einer Energiedrehscheibe mit neuen Energieträgern“, so Julia Grebe.

Dieser Blogbeitrag ist Teil der Serie über die Aktivitäten von Uniper im Rahmen des Energy Transformation Hub Nordwest.

Kommentare 1 - 1 (1)
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Michael Halama
25
May
2023
Sehr geehrte Damen und Herren,
an welcher Stelle in Wilhelmshaven soll das Besucherzentrum denn realisiert werden?
Und wie sieht der Zeitplan aus?

MfG, Michael Halama