Düsseldorf,
24
Juni
2020
|
16:30
Europe/Berlin

Uniper unterstützt Stahlindustrie bei Reduzierung von CO2

Zusammenfassung
  • Absichtserklärung mit dem Land Niedersachsen, der Stadt Wilhelmshaven, Salzgitter AG und Rhenus unterschrieben
  • In Wilhelmshaven soll klimafreundlicher Eisenschwamm für die Stahlproduktion mit grünem Wasserstoff entstehen
  • Sektorübergreifendes Kooperationsprojekt von nationaler Bedeutung

Vertreter der Unternehmen Uniper, Rhenus und Salzgitter, des Landes Niedersachsen und der Stadt Wilhelmshaven haben heute im Uniper-Kraftwerk Wilhelmshaven eine Absichtserklärung zur Durchführung einer Machbarkeitsstudie hinsichtlich Produktion und Umschlag von umweltfreundlichem Eisenschwamm für die Salzgitter AG unterzeichnet. Für die geplante Direktreduktionsanlage zur Produktion von Eisenschwamm mit vorgeschalteter Wasserstoff-Elektrolyse bietet Uniper eine Flächennutzung des vorhandenen Geländes des Steinkohlekraftwerks Wilhelmshaven an, dessen Schließung im Zuge des Ausstiegs aus der Kohleverstromung Uniper bereits angekündigt hat. Damit könnten Teile der am Standort Wilhelmshaven bereits vorhandenen Infrastruktur künftig für ein zukunftsweisendes Projekt der deutschen Stahlindustrie zum Einsatz kommen.

Eisenschwamm entsteht durch Direktreduktion von Eisenerz und versetzt – bei Verwendung von grünem Wasserstoff als Reduktionsmittel – die Stahlindustrie in die Lage, die ehrgeizigen nationalen und europäischen Klimaschutzziele zu erreichen. Der Einsatz von Eisenschwamm kann die CO2-Emissionen der zukünftigen Stahlproduktion um bis zu 95% senken, wenn er die traditionelle Hochofen-Konverter-Route ablöst.

In dem angestrebten Entwicklungsprojekt soll aufgezeigt werden, wie sich die Sektoren Logistik, Energie-Erzeugung und Stahlproduktion effizient im Rahmen der Sektoren­kopplung am Tiefwasserhafen Wilhelmshaven verbinden lassen. Das Land Niedersachsen und die Stadt Wilhelmshaven unterstützen die Bestrebungen zur Umsetzung des Vorhabens mit dem Ziel, die wirtschaftliche Entwicklung und die Sicherung von Arbeitsplätzen des Standortes Wilhelmshaven, verbunden mit dem durch den Kohleausstieg notwendigen strukturellen Wandel, zu fördern.

Der Vorstandsvorsitzende von Uniper, Andreas Schierenbeck: „Es ist bekannt, dass wir das Steinkohlekraftwerk in Wilhelmshaven bis spätestens Ende 2022 stilllegen wollen. Das Ende der Kohleverstromung trägt dazu bei, dass wir bis 2035 unser Ziel der Klimaneutralität in Europa erreichen können. Deshalb suchen wir gemeinsam mit dem Land Niedersachsen und der Stadt Wilhelmshaven nach wirtschaftlichen Perspektiven für die künftige Nutzung. Wer einmal hier war weiß, dass der Standort eine hervorragende Infrastruktur und damit ideale Voraussetzungen für unterschied­liche Projekte mit Bezug zum angrenzenden Tiefwasserhafen bietet. Dazu gehören zum Beispiel die Anlandung, die Umwandlung und der Transport von Energie. Unser Standort liegt direkt an der Küste nahe dem JadeWeserPort und ist perfekt an die Wasser-, Schienen- und Straßenwege angebunden. Es ist offensichtlich, dass wir uns den Standort auch unter dem Aspekt Wasserstoff ansehen. Der Standort wird eine Zukunft haben und wir wollen das Land und die Region dabei unterstützen, Wilhelmshaven zu einer Energiedrehscheibe an der Jade zu machen und den Wandel hin zu einer umweltfreundlicheren Energiezukunft zu beschleunigen.“

Über Uniper

Uniper ist ein führendes internationales Energieunternehmen und mit rund 11.500 Mitarbeitern in mehr als 40 Ländern aktiv. Mit rund 34 Gigawatt installierter Erzeugungskapazität gehört Uniper zu den größten Stromerzeugern weltweit. Unipers Kernaktivitäten umfassen sowohl die Stromerzeugung in Europa und Russland als auch den globalen Energiehandel sowie ein breites Gasportfolio, das Uniper zu einem der führenden Gasunternehmen in Europa macht. Uniper verkaufte im letzten Jahr ein Gas-Volumen von 220 bcm. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Düsseldorf und ist derzeit das drittgrößte börsennotierte deutsche Energieversorgungsunternehmen. Im Rahmen ihrer neuen Strategie strebt Uniper an, in Europa bis 2035 CO2-neutral zu werden.

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