Stellungnahme

Zu diversen Presseberichten vom 09.01.2018 bis zum 16.01.2016 zum Thema: Gasentspannung an einer Armatur auf der Speicheranlage ESE-Erdgasspeicher Etzel

Zur lokalen Presseberichterstattung und zu Veröffentlichungen einzelner politischer Parteien in der Region stellt Uniper klar:

1. Es gab zu keinem Zeitpunkt eine Flamme auf der Station.

In Bezug auf die gestern veröffentlichten Presseartikel hinsichtlich einer vorgeblichen „blauen Flamme“ stellt Uniper fest: Es gab zu keinem Zeitpunkt eine Flamme auf der Station ESE-Erdgasspeicher Etzel. Eine Entzündung der von uns durchgeführten geplanten Gasentspannung ist in keinerlei Hinsicht plausibel: Solch eine Entzündung hätte zu einer eindeutig sichtbaren, großen Flamme mit Rauch- und Hitzeentwicklung geführt. Dies war zweifelslos nicht der Fall. Die Gasentspannung an sich war keine Störung, sondern Teil der geplanten Entstörung einer Armatur. Dieser Vorgang wurde kontinuierlich überwacht.

Uniper-Mitarbeiter haben auf telefonische Rückfrage zum Entspannvorgang mehrmals sachlich sämtliche gewünschten Informationen an die Nachbarschaft kommuniziert.

2. Es bestand zu keinem Zeitpunkt Gefahr und es ist keinerlei Schaden an Personen oder Sachen entstanden.

Bei den Gasentspannungs-Arbeiten bestand und besteht keinerlei Gefahr und ist kein Schaden an Personen oder Sachen entstanden. Es handelte sich um eine normale Instandsetzungsmaßnahme. Alle Arbeiten sind wie vorgesehen verlaufen.

3. Welche Arbeiten wurden konkret vorgenommen?

Bei einer Umstellung der Betriebsweise auf dem ESE-Erdgasspeicher Etzel gab es eine Störung an einer Armatur. Zur gewöhnlichen und geplanten Entstörung dieser Armatur wurde das Gas aus dem Zwischenraum zwischen Kugel und Gehäuse sowie aus einem Stück des angeschlossenen Rohrleitungssystems kontrolliert ausgeblasen („entspannt“). D.h. die Arbeit wurde durch den Anlagenverantwortlichen genehmigt und durch das Instandsetzungspersonal durchgeführt und beaufsichtigt. Alle erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen, wie z.B. die Bereichsüberwachung mit mobilen Gasspürgeräten, sind dokumentiert.

Die Instandsetzungsarbeiten begannen am 2. Januar um ca. 14 Uhr und wurden gegen ca. 17 Uhr erfolgreich beendet. Die Geräuschentwicklung dauerte insgesamt etwa 45 Minuten innerhalb des genannten Zeitfensters an.

Die Arbeit führte während des Ausblasevorgangs zur Bildung einer sichtbaren Kondensationswolke aufgrund der starken und schnellen Abkühlung. Die Geräuschentwicklung entstand durch den geringen Querschnitt des Ausbläsers und den großen Unterschied zwischen dem Druck in der Armatur und dem Atmosphärendruckniveau. Die angeschlossenen Rohrleitungssysteme wurden lediglich leicht im Druck abgesenkt.