Da Großbritannien mit der Elektrifizierung von Sektoren wie Verkehr, Heizung und Industrie zunehmend auf Strom angewiesen ist, wird mehr Stromerzeugungskapazität benötigt. Nach Angaben des unabhängigen britischen Beraters für Klimawandel, Climate Change Committee (CCC), wird der Strombedarf bis 2035 voraussichtlich um 50 % steigen.
Vor dem Hintergrund dieser steigenden Nachfrage muss die Sicherheit der Energieversorgung ein Schwerpunkt sein. Um dies und die Dekarbonisierungsziele des Vereinigten Königreichs zu erreichen, hat das CCC eine Reihe verschiedener Maßnahmen empfohlen, um eine sichere und stabile Stromversorgung aufrechtzuerhalten.
Das CP30-Programm (Clean Power 2030) der britischen Regierung hat sich zum Ziel gesetzt, das Stromsystem bis 2030 zu dekarbonisieren, wobei mindestens 95 % der Stromerzeugung aus sauberen Quellen stammen sollen. Dieser Plan, gemeinsam entwickelt mit dem National Energy System Operator (NESO), konzentriert sich auf den Ausbau erneuerbarer Energien, Kernenergie und Speicherkapazitäten, um eine sichere Energieversorgung aus heimischen Quellen zu gewährleisten.
Solarenergie spielt eine entscheidende Rolle, um das Ziel der britischen Regierung zu erreichen, bis 2030 95 % der Stromerzeugung aus kohlenstoffarmen Quellen zu decken. Da Solarmodule schneller aufgebaut werden können als andere erneuerbare Infrastrukturen, kommt ihnen eine zentrale Bedeutung für das 2030-Ziel zu.
Um dies zu erreichen, enthält die im Juni 2025 veröffentlichte Solar Roadmap der britischen Regierung einen soliden Plan zur Beschleunigung des Ausbaus der Solarenergie im ganzen Land. Im Kern sieht die Roadmap vor, die installierte Solarenergiekapazität des Vereinigten Königreichs bis 2035 von etwa 15 Gigawatt (GW) im Jahr 2025 auf mindestens 70 GW zu steigern. Dieses Wachstum soll durch eine Kombination aus großen Solarparks und einer flächendeckenden Installation von Solaranlagen auf Dächern von Wohnhäusern, Schulen, Gewerbe- und öffentlichen Gebäuden erreicht werden.