Düsseldorf,
22
August
2016
|
00:00
Europe/Berlin

Starkes Gasgeschäft treibt operatives Ergebnis

  • Bereinigtes EBITDA im 1. Halbjahr 2016 rund 50 Prozent über Vorjahr
  • Nettoverlust aufgrund hoher Wertberichtigungen im gleichen Zeitraum
  • Abspaltung von E.ON auf der Zielgeraden

Uniper hat für das erste Halbjahr 2016 verbesserte Zahlen aus dem operativen Geschäft berichtet. Das Bereinigte EBITDA lag mit 1,5 Milliarden Euro rund 50 Prozent über dem Vorjahr (1. Halbjahr 2015: 1,0 Milliarden Euro), das Bereinigte EBIT hat sich von 0,5 Milliarden auf 1,1 Milliarden Euro etwa verdoppelt. Wesentliche Treiber waren die – bereits bekannten – veränderten Konditionen bei den langfristigen Bezugsverträgen für Erdgas aus Russland und weitere positive Impulse aus dem globalen Handelsgeschäft. Während das Segment Globaler Handel also deutlich zulegen konnte und mit 1,2 Milliarden Euro (Vorjahr: 0,4 Milliarden Euro) zum Bereinigten EBITDA von Uniper beitrug, gingen die Erträge in den Segmenten Europäische Erzeugung und Internationale Stromerzeugung zurück.

Die Stromerzeugung in den europäischen Märkten wurde von den weiterhin niedrigen Großhandelspreisen für Strom sowohl in Deutschland als auch in Skandinavien belastet. Das Bereinigte EBITDA ging in diesem Segment um rund ein Fünftel auf 0,4 Milliarden Euro zurück (Vorjahr: 0,5 Milliarden Euro). Das neue Kraftwerk Maasvlakte 3 in den Niederlanden lieferte einen ersten positiven Beitrag zum Ergebnis. Das Segment Internationale Stromerzeugung litt unter den Auswirkungen des Brandschadens am Kraftwerk Beresowskaja 3 in Russland sowie der anhaltenden Rubelschwäche und erzielte ein Bereinigtes EBITDA von 5 Millionen Euro (Vorjahr: 150 Millionen Euro). Die umfangreichen Reparaturarbeiten an Beresowskaja 3 werden voraussichtlich nicht vor Mitte 2018 beendet sein.

Wie von E.ON bereits am 10. August im Rahmen der Halbjahresberichterstattung kommuniziert, hat Uniper im ersten Halbjahr unter dem Strich einen Nettoverlust in Höhe von 3,9 Milliarden Euro ausgewiesen. Dieser ist im Wesentlichen auf nicht unmittelbar zahlungswirksame Bewertungseffekte vor allem im Europäischen Stromerzeugungs- und Gasspeichergeschäft (rund 2,9 Milliarden Euro) sowie auf Drohverlustrückstellungen bei Gasspeichern (rund 0,9 Milliarden Euro) zurückzuführen.

Klaus Schäfer, CEO von Uniper: „Die operativen Zahlen für unser erstes Halbjahr sind eine gute Basis für die Börsennotierung im September. Uniper profitiert von seinem diversifizierten Portfolio. Unser Ziel ist ein wettbewerbsfähiges Unternehmen mit solider Finanzierung und attraktiver Rendite. Mut machen dabei auch die Verbesserung des regulatorischen Umfelds in wichtigen Auslandsmärkten und die zuletzt wieder gestiegenen Großhandelspreise für Strom. Wir gehen also mit einem gewissen operativen Rückenwind auf die Zielgerade zur Börsennotierung.“

CFO Christopher Delbrück: „Die vorgenommenen Wertberichtigungen tragen einem veränderten wirtschaftlichen und politischen Umfeld Rechnung. Wo wir aber selbst die Dinge in der Hand haben, laufen die Geschäfte sowohl im Globalen Handel als auch bei der Europäischen Erzeugung zufriedenstellend. Beide Segmente liefern positive  Ergebnisbeiträge. Mit Maasvlakte 3 haben wir außerdem ein neues profitables Kraftwerk ans Netz gebracht, das unser Portfolio in der Stromerzeugung stärkt.“

Uniper plant, Anfang September – nach Freigabe durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht – seinen Börsenprospekt für die Notierung an der Frankfurter Wertpapierbörse zu veröffentlichen. Voraussichtlich Mitte September sollen dann Uniper-Aktien erstmals an der Börse gehandelt werden. E.ON-Aktionäre erhalten für jeweils zehn E.ON-Aktien zusätzlich eine neue Uniper-Aktie automatisch in ihr Depot.

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