Düsseldorf,
18
Juli
2022
|
12:50
Europe/Berlin

Uniper unternimmt weitere Schritte zur Sicherung der Liquidität – Verhandlungen zu Stabilisierungsmaßnahmen dauern an

Zusammenfassung
  • Uniper nimmt die bestehende KfW-Kreditfazilität in Höhe von 2 Mrd. € in vollem Umfang in Anspruch und stellt einen Antrag auf Erweiterung der Kreditfazilität
  • Verhandlungen über staatliche Stabilisierungsmaßnahmen werden fortgesetzt
  • Uniper beginnt mit der Entnahme von Gas aus den eigenen gebuchten Gasspeicherkapazitäten, um die Liquidität zu erhöhen und Kunden zu beliefern

Uniper hat heute die bestehende KfW-Kreditfazilität in Höhe von 2 Mrd. € vollständig in Anspruch genommen. Damit reagiert das Unternehmen auf die anhaltenden Lieferausfälle von russischem Gas.

Uniper hat am 8. Juli 2022 bereits einen Antrag auf Stabilisierungsmaßnahmen bei der Bundesregierung eingereicht, welcher insbesondere die Auswirkungen der Lieferausfälle auf die finanzielle Situation von Uniper umfassend berücksichtigt. Das mit dem Antrag von Uniper vorgeschlagene Maßnahmenpaket sieht vor:

•   die kurzfristige Aktivierung der im Energiesicherungsgesetz  geschaffenen Möglichkeiten zur Weiterreichung der erhöhten Beschaffungskosten. Dies würde es ermöglichen, die durch die Gaslieferkürzungen entstehenden Verluste bei Uniper zu kompensieren.

•   eine Eigenkapitalkomponente des Bundes, die zu einer relevanten Beteiligung an der Uniper SE führen würde.

•   eine Erhöhung der nunmehr voll ausgeschöpften KfW-Kreditlinie.

 

Ein Antrag zur Erhöhung der KfW-Kreditfazilität wurde heute, am 18. Juli 2022, zusätzlich und eigenständig gestellt, da die Gespräche zwischen der Bundesregierung und Uniper über Stabilisierungsmaßnahmen weiterhin andauern und derzeit nicht absehbar ist, wann diese abgeschlossen werden können.

Zum Zweck der Liquiditätssicherung hat Uniper auch seine Ankündigung vom 8. Juli 2022 umgesetzt und entnimmt seit dem 11. Juli 2022 Gas aus den eigenen gebuchten Speicherkapazitäten. Die bislang entnommenen Mengen belaufen sich auf über zwei Terrawattstunden (TWh). Ebenfalls am 11. Juli 2022 hat Uniper ein Schreiben an seine Kunden verschickt, in dem es über die aktuelle Marktsituation informiert und auf die Möglichkeit steigender Preise hinweist.

Klaus-Dieter Maubach, CEO von Uniper: "Uniper zahlt derzeit den Preis für die Lieferausfälle in der deutschen Gasversorgung aufgrund gekürzter Lieferungen aus Russland. Um unsere Liquidität zu sichern und unsere Lieferverträge mit unseren Kunden zu erfüllen, sind wir zu Schritten gezwungen, die eindeutig als Notmaßnahmen bezeichnet werden müssen. Erst wenn die Lieferkürzungen aus Russland beendet werden oder wenn die Bundesregierung die Instrumente des EnSiG einsetzt, werden wir eine Kettenreaktion in der Gaslieferkette auch zukünftig verhindern können.“

Über Uniper

Uniper ist ein internationales Energieunternehmen mit rund11.500 Mitarbeitenden und in mehr als 40 Ländern tätig. Das Unternehmen plant, in der europäischen Stromerzeugung bis 2035 CO2-neutral zu werden. Mit rund 33 Gigawatt installierter Kapazität gehört Uniper zu den größten Stromerzeugern weltweit. Unipers Kernaktivitäten umfassen sowohl die Stromerzeugung in Europa und Russland als auch den globalen Energiehandel, sowie ein breites Gasportfolio, das Uniper zu einem der führenden Gasunternehmen in Europa macht. Uniper ist zudem ein verlässlicher Partner für Kommunen, Stadtwerke und Industrieunternehmen bei der Planung und Umsetzung von innovativen, CO2-mindernden Lösungen auf ihrem Weg zur Dekarbonisierung ihrer Aktivitäten. Als Pionier im Bereich Wasserstoff ist Uniper weltweit entlang der kompletten Wertschöpfungskette tätig und realisiert Projekte, um Wasserstoff als tragende Säule der Energieversorgung nutzbar zu machen. 

Das Unternehmen hat seinen Sitz in Düsseldorf und ist eines der größten börsennotierten deutschen Energieversorgungsunternehmen. Zusammen mit ihrem Hauptaktionär Fortum ist Uniper außerdem der drittgrößte Erzeuger CO2-freier Energie in Europa.

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