Uniper betreibt in Deutschland Kraftwerke mit einer installierten Gesamtleistung von rund 10,5 GW.
Kraftwerke in Deutschland
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Sichere Stromversorgung für die Energiewende
Der Anteil der unregelmäßigen Stromerzeugung aus Wind- und Solarenergie steigt deutschlandweit. Vor diesem Hintergrund bietet unser Portfolio von Wasser-, Gas- und Kohlekraftwerken flexible Erzeugungskapazitäten, die jederzeit genutzt werden können, um Angebot und Nachfrage zur Erhaltung der Netzstabiltität auszugleichen.
Die meisten unserer thermischen Kraftwerke verwenden Steinkohle oder Erdgas als Brennstoff. Uniper gehören darüber hinaus mehr als 100 deutsche Wasserkraftwerke. Diese sind in den Flussgruppen Donau, Isar, Lech und Main sowie einer Gruppe von Pumpspeicherkraftwerken organisiert.
Weiter unten erhalten Sie einen Überblick über unsere deutschen Kraftwerke. Wo verhanden, finden Sie dort auch Links zu individuellen Kraftwerksseiten.
Pflichtveröffentlichungen wie zur Störfallverordnung finden Sie entweder auf der jeweiligen Kraftwerksseite oder auf der folgenden Seite mit Brancheninformationen:
Versorgungssicherheit steht im Zentrum der Energiewende. Dafür braucht Deutschland ein robustes Gesamtsystem: Erneuerbare Energien, ergänzt durch Batteriespeicher für kurzfristige Flexibilität sowie neue, flexible Gaskraftwerke für längere Engpassphasen, gesicherte Leistung und Systemstabilität.
Uniper begrüßt die von der Bundesregierung geplante Kraftwerksstrategie. Entscheidend für ihren Erfolg ist, dass sie tatsächlich Investitionen auslöst und der reale Neubau steuerbarer Kapazität gelingt. Die Energiewende schreitet voran – die Erneuerbaren Energien nehmen zu, der Kohleausstieg ist beschlossen. Bis 2030 gehen weitere 6,5 Gigawatt vom Netz, etwa die Hälfte der aktuell über die Kraftwerksstrategie geplanten Neubaukapazitäten im Rahmen der T-5-Auktion. Zusammen mit der fortschreitenden Elektrifizierung des Verkehrs- und Wärmesektors wächst somit der Bedarf an verlässlicher, steuerbarer Leistung sowie an Systemdienstleistungen.
Uniper ist bereit, kurzfristig bis zu zwei Gigawatt neue Kraftwerkskapazität zu realisieren, sofern die Kraftwerksstrategie klare, investitionsfähige und baureife Rahmenbedingungen setzt.
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Steuerbare Leistung ist zwingend, um den Kohleausstieg abzusichern
Uniper-Analysen zeigen drei zentrale Entwicklungen: Dunkelflauten (Erzeugung aus Erneuerbaren unter zehn Prozent der installierten Leistung) dauern häufig deutlich länger als einen Tag – in den vergangenen zehn Jahren wurden 1.435 Dunkelflauten mit mehr als 10 Stunden registriert. Die durchschnittliche Dauer lag bei 12,9 Stunden; die Längste wurde 2023 mit 161 Stunden gemessen. Eine Dunkelflaute von mindestens 10 Stunden trat also im Schnitt etwa alle drei Tage auf. In kritischen Wetterlagen steigt zudem die Importabhängigkeit: Im November 2024 konnte über mehr als 140 Stunden der Strombedarf nicht vollständig durch inländische Erzeugung gedeckt werden; durchgehend waren mindestens 5 Gigawatt Importleistung nötig. Gleichzeitig öffnet sich ab 2030 die Lücke bei gesicherter Leistung: Die steuerbare Leistung sinkt auf rund 48 GW, während die Spitzenlast durch zunehmende Elektrifizierung auf etwa 92 GW steigt.
Auf Importe ist in Engpasslagen kein dauerhafter Verlass – bei Dunkelflauten sind Nachbarländer oft gleichzeitig betroffen, und physikalische Netzeinschränkungen begrenzen zusätzlich die Importmöglichkeiten.
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Kraftwerksstrategie: Das Design entscheidet, ob neue Kraftwerke wirklich gebaut werden
Damit die Kraftwerksstrategie greift, muss sie von der Planung in die Umsetzung kommen: Benötigt werden Anlagen, die gesicherte, flexible Leistung und Systemstabilität liefern – und in absehbarer Zeit tatsächlich ans Netz gehen. Dafür sind vier Dinge entscheidend: eine strenge Präqualifikation (gesicherter Netzanschluss, genehmigungsfähiger Standort, realistischer Zeitplan), eine Auslegung für längere Engpässe (mindestens zehn Stunden Einspeisedauer), klare Anforderungen an Systemdienstleistungen (u. a. hohe Verfügbarkeit). Damit hier die richtigen Anreize gesetzt werden, sollte eine Bewertung nach dem tatsächlichen Kapazitätsbeitrag (De-Rating) erfolgen, damit wirksame Leistung gefördert wird und nicht „Kapazität auf dem Papier“.
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Kein Entweder-oder: Batterien und flexible Kraftwerke ergänzen sich
Uniper unterstützt den zügigen Ausbau von Batteriespeichern ausdrücklich. Sie stabilisieren das Netz kurzfristig, liefern schnelle Flexibilität und glätten Lastspitzen. Gleichzeitig ist die Einordnung wichtig: Batterien „verschieben“ elektrische Energie vor allem zeitlich – sinnvoll typischerweise im Bereich von unter zehn Stunden. Steuerbare Kraftwerke hingegen „erzeugen“ elektrische Energie; dieser Unterschied ist entscheidend, wenn Wind und Sonne über mehrere Tage ausbleiben.
Versorgungssicherheit entsteht durch das Zusammenspiel der Systembausteine, dabei können Batteriespeicher im angekündigten technologieoffenen Kapazitätsmarkt eine zentrale Rolle übernehmen. Voraussetzung sind jedoch belastbare, ausgewogene Regularien. Beispiele wie Polen zeigen, dass Auktionen bei stark fallenden Batteriekosten sonst einseitig ausfallen können, bis hin zu Zuschlägen nahezu ausschließlich für Speicher.
Die Kraftwerksstrategie bleibt daher das notwendige „Schnellboot“, um kurzfristig zusätzliche steuerbare Leistung zu mobilisieren und die Kapazitätslücke infolge des Kohleausstiegs zumindest teilweise zu schließen.
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Wasserstoff mitdenken – heute für morgen planen
Wir bereiten unsere Projekte bereits heute so vor, dass eine spätere Nutzung von Wasserstoff grundsätzlich möglich ist. Da die Kraftwerke zunächst mit Erdgas betrieben werden, planen und bauen wir unsere Kraftwerke so, dass sie im späteren Betrieb, durch die Änderung einiger Anlagenkomponenten, zur Nutzung von Wasserstoff als Brennstoff befähigt werden können.
Der ausschließliche Einsatz von Wasserstoff zur Stromerzeugung ist derzeit noch nicht Stand der Technik, sondern eine Pionierleistung. Daher sollte der Gesetzgeber eine pragmatische Definition von Wasserstofffähigkeit wählen. Diese sollte es Projektentwicklern ermöglichen, die vollständige Wasserstoffbetriebsfähigkeit („H₂-capability“) schrittweise zu erreichen. Die Errichtung eines Gaskraftwerks mit der Spezifizierung „H₂ ready“ stellt dabei die erste Umsetzungsstufe auf dem Weg zu einem wasserstoffbetriebsfähigen Kraftwerk dar. Als H₂ ready sind dabei diejenigen Anlagenkomponenten anzusehen, die in einer zweiten Stufe durch Maßnahmen wie Umrüstung und Anpassungen H₂-betriebsfähig gemacht werden können. Uniper schlägt vor, die Wasserstoffvorbereitung (H₂ readiness) als erste Ausführungsstufe im Rahmen der Kraftwerksstrategie zu berücksichtigen.
Positionspapier: Unsere Forderung im Detail
Zentrale Herausforderungen beim Auktionsdesign der T-5 Auktion im Rahmen der Kraftwerksstrategie.pdf