Energy Transformation Hub Rhein-Ruhr

Scholven

Energy Transformation Hub Rhein-Ruhr

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A view of the GelsenkirchenScholven power plant site with facilities and surrounding areas

Scholven im Wandel: Moderne Erzeugung und neue Energieträger

Der Standort Scholven in Gelsenkirchen-Scholven entwickelt sich zum modernen Energie- und Technologiestandort – unter der Leitidee Energy Transformation Hub Rhein-Ruhr (ETH Rhein-Ruhr).  

Gelsenkirchen-Scholven steht für Energiegeschichte und für einen klaren nächsten Schritt. Der Standort Scholven wird als Zukunftsstandort weiterentwickelt: mit moderner Erzeugung, mit Projekten für neue Energieträger und mit der Transformation bestehender Anlagen und Flächen. 

Ein zentrales Element ist Scholven 1 (GuD): ein gasbefeuertes GuD-/KWK-Kraftwerk, das Strom, Prozessdampf und Fernwärme bereitstellt. Parallel sichern die systemrelevanten Kohleblöcke Scholven B und C bei Bedarf die Netzstabilisierung – abrufbar durch den Übertragungsnetzbetreiber Amprion

Unter dem Dach des Energy Transformation Hub Rhein-Ruhr (ETH Rhein-Ruhr) werden Zukunftsprojekte am Standort gebündelt. Dazu gehören der Rückbau von nicht mehr in Betrieb befindlichen Kühltürmen und Gebäuden und die Entwicklung neuer Technologien wie der Demonstrationsanlage für Ammoniak-Cracking (NH₃ → H₂)

So entsteht ein Standort, der Versorgungssicherheit und Transformation zusammen denkt. 

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Technical facility components in operation at the Scholven site.

Standort Scholven in Kürze: Versorgung, Produkte und Transformation

Der Standort Scholven in Gelsenkirchen-Scholven verbindet gesicherte Energieversorgung mit dem Umbau zum Zukunftsstandort. Heute steht mit Scholven 1 (GuD) ein modernes GuD-/KWK-Kraftwerk für Strom, Dampf und Fernwärme zur Verfügung. Für die Region bedeutet das: verlässliche Wärmeauskopplung und flexible Erzeugung. Für industrielle Partner ist insbesondere die Dampfbereitstellung relevant. 

Zugleich bleibt Versorgungssicherheit ein zentraler Faktor: Neben Scholven 1 sind die Kohleblöcke Scholven B und C als systemrelevant eingestuft und können bei Bedarf durch Amprion abgerufen werden, um die Netzstabilisierung zu unterstützen. 

Unter der Leitidee Energy Transformation Hub Rhein-Ruhr (ETH Rhein-Ruhr) werden Projekte entwickelt, die den Standort weiter in Richtung Energie- und Technologiestandort führen – darunter der Rückbau von nicht mehr in Betrieb befindlichen Kühltürmen und Gebäuden, der Flächen für neue Nutzungen schafft, sowie die Demonstrationsanlage für Ammoniak-Cracking und der GuD Scholven 2. 

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scholven

Vom Bergbau zum Energie- und Technologiestandort

Die Wurzeln des Standorts Scholven reichen weit in die Industriegeschichte des Ruhrgebiets zurück: Die Zeche Scholven wurde 1908 abgeteuft. Mit der Entwicklung der Energieversorgung wuchs auch die Bedeutung des Standorts. Entscheidend war die Leistungsaufstockung durch große Kohleblöcke: Scholven B–E wurden 1968 bis 1971 errichtet, Block F folgte 1979

Heute steht Scholven für den Übergang in eine neue Phase. Neben der bestehenden Kraftwerksstruktur wird der Standort aktiv umgebaut und weiterentwickelt – mit dem Ziel, ein moderner Energie- und Technologiestandort zu sein. Dabei geht es um zwei Dinge zugleich: Versorgungssicherheit in einem stabilen Energiesystem und die Weiterentwicklung hin zu neuen Technologien. 

Im Energy Transformation Hub Rhein-Ruhr (ETH Rhein-Ruhr) werden Projekte am Standort zusammengeführt, die diese Entwicklung sichtbar machen – vom Rückbau alter Anlagen bis zu Demonstrationsprojekten für neue Energieträger.  

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Graphic illustrating projects at the Scholven site under the ETH RheinRuhr umbrella.

ETH RheinRuhr: Versorgungssicherheit und Transformation zusammen gedacht

Der Energy Transformation Hub Rhein-Ruhr (ETH Rhein-Ruhr) ist die Klammer für Zukunftsprojekte am Standort Scholven. In einem Satz: Der Hub bündelt unterschiedliche Vorhaben am Standort in einem gemeinsamen Transformationsbild. 

Das wird in Scholven konkret: Bestehende Strukturen werden geordnet verändert, zum Beispiel durch den Rückbau von Block F (Start Anfang April 2024, weitere Rückbauarbeiten bis 2026). Gleichzeitig entstehen neue Technologiebausteine wie die Demonstrationsanlage für Ammoniak-Cracking (NH₃ → H₂), die täglich bis zu 28 Tonnen Ammoniak in etwa 4 Tonnen Wasserstoff umwandeln kann und deren Inbetriebnahme für Ende 2026 geplant ist. 

Ergänzend wird mit Scholven 2 (H₂ready-GuD, geplant) ein Projekt entwickelt, das auf die Bereitstellung hochflexibler Erzeugungskapazität ausgerichtet ist. 

So steht der ETH Rhein Ruhr für einen Standort, an dem Versorgungssicherheit und Transformation systematisch zusammen gedacht werden. 

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GuD Scholven

Scholven 1: modernes Gas und Dampf-Kraftwerk

Scholven 1 (GuD / KWK) ist das moderne Herzstück der Energieerzeugung am Standort. Die Anlage hat eine elektrische Nettoleistung von 140 MW und ist als Gas und Dampfturbinenkraftwerk mit Kraft-Wärme-Kopplung ausgelegt.

Für industrielle Abnehmer ist die Dampfbereitstellung ein zentraler Bestandteil: 

  • 3×100 t/h Frischdampf bei 50 bar und 400°C.
  • Für die Region kann bis zu 170 MWth Fernwärme ausgekoppelt werden. 

Technisch besteht Scholven 1 aus:

  • zwei Gasturbinen,
  • einer Gegendruckdampfturbine,
  • zwei Abhitzedampferzeugern,
  • sowie einem gasgefeuerten Dampfkessel.

Damit erfüllt die Anlage eine klare Rolle im Standortportfolio: Sie verbindet Erzeugung und Wärme-/Dampfbereitstellung und ist ein zentraler Baustein für die Weiterentwicklung des Standorts im Rahmen des ETH Rhein-Ruhr. 

Projekte am Standort

Current projects at the Scholven site” “Transformation of existing assets

Rückbau der Kohle-Blöcke – Live-Transformation des Standorts

Der Rückbau von Block F markiert den Wandel von Scholven. Er begann im April 2024; der Kühlturm F wurde am 6. September 2025 abgerissen. Weitere Arbeiten folgen im Jahr 2026. Der schrittweise Prozess schafft Raum für die…

Construction site of the ammoniacracking demonstration plant in GelsenkirchenScholven.

Demonstrationsanlage für Ammoniak-Cracking (NH₃ → H₂)

In Scholven wird derzeit eine Demonstrationsanlage zum Cracken von Ammoniak (NH₃→H₂) gebaut. Ab Ende 2026 wird sie täglich 28 Tonnen Ammoniak in 4 Tonnen Wasserstoff umwandeln. Unter der Leitung von Uniper und thyssenkrupp Uhde unterstützt sie HITW…

woman and man workers look at gas turbine

Scholven 2 – H₂ready-GuD

Scholven 2 ist ein geplantes H₂-fähiges GuD-Kraftwerk (~870 MWel). Uniper plant, sich an bundesweiten Ausschreibungen zu beteiligen. Es wird die Umgestaltung des Standorts und den Energiewende-Hub RheinRuhr unterstützen.

Kontakt

Leif Knape

Referent Compliance & Kommunikation
+49 173 3017550
Leif Knape
Deutschland

Scholven

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Glückaufstraße 56
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