Staudamm Roßhaupten erhält neue Dammdichtung

Seit seiner Inbetriebnahme im Jahr 1954 stehen der Forggensee und das Wasserkraftwerk Roßhaupten und der Damm für ein einzigartiges Ensemble aus Natur, Tourismus, klimafreundlicher Energieerzeugung und Hochwasserschutz im bayerischen Allgäu.

Nach einer Betriebsdauer von 64 Jahren steht nun aufgrund von üblichen Alterungserscheinungen eine Sanierung des Damms an, die in enger Abstimmung mit den zuständigen Gebietskörperschaften sowie den fachlichen und rechtlichen Genehmigungsbehörden stattfinden wird. In die Erneuerung der Dammdichtung und die damit einhergehende Anlagensicherheit investiert Uniper rund 20 Millionen Euro.

Pressemitteilung: Planmäßiger Abstau hat begonnen (13.11.2018)

Letzte Woche hat der planmäßige Abstau des Forggensees begonnen. Als sogenannter Kopfspeicher übernimmt der Forggensee seit 1955 wichtige Funktionen für Hochwasserschutz, Niedrigwasser-Aufbesserung und Stromerzeugung. Für diese Funktionen ist die Absenkung des Forggensees im Winterhalbjahr unerlässlich.

Um im Frühjahr und Frühsommer hohe Zuflüsse von Schmelzwasser aufnehmen und damit Hochwässer nutzbar und schadlos einspeichern zu können, wird der See regelmäßig im Winter um 10 bis 15 m abgesenkt. Der Forggensee stellt dann einen wichtigen Hochwasserrückhalteraum dar. Hochwasserereignisse, die häufig im Frühjahr durch Schneeschmelze und starke Niederschläge entstehen, werden so seit seiner Errichtung für alle Anrainer am Lech und bis zur Donau hin abgemildert.

Im Zuge der Winter-Absenkung kann der Forggensee außerdem in den trockenen Wintermonaten mehr Wasser abgeben, als ihm zufließt und verbessert damit die Wasserführung in Lech und Donau. Der über den Forggensee geregelte Abfluss leistet zudem einen Beitrag für die bedarfsgerechte Stromerzeugung in den 23 Wasserkraftwerken der Uniper am Lech und weiteren Lech- und Donau-Kraftwerken.

Der Wiederaufstau des Forggensees beginnt in der Regel im April. Ziel ist es, den Vollstau bis zum 1. Juni zu erreichen, damit der Forggensee 2019 wieder wie gewohnt zur touristischen Nutzung zur Verfügung stehen kann.

Pressemitteilung: Aus Sicherheitsgründen ist Behelfsumleitung für Fußgänger und Radfahrer ab Montag gesperrt (26.10.2018)

Aufgrund der einsetzenden herbstlichen Witterung mit Nebel, Regen, Bodenfrost und ersten möglichen Schneefällen ist eine Benutzung der Behelfsumleitung am Damm in Roßhaupten nicht mehr gefahrlos möglich. Der Belag der Holzkonstruktion wird aufgrund der Nässe rutschig, so dass die Sturzgefahr für Radfahrer und Fußgänger steigt. Auch die Wege zum Holzsteg können sehr rutschig werden.

Die Behelfsumleitung wird deswegen in Abstimmung mit dem Landratsamt Ostallgäu ab Montag, 29. Oktober bis zum Frühling 2019 komplett geschlossen.

Wir bitten um Verständnis und im Sinne der eigenen Sicherheit um Beachtung.

 

Die graue Flüssigkeit um den Stützwandgreifer ist die Stützflüssigkeit, eine Betonitsuspension. (26.10.2018)

 

In der Entsandungsanlage wird die Stützflüssigkeit für die Wiederverwendung im Kreislauf aufbereitet. (26.10.2018)

Pressemitteilung: Schlitzwandgeräte nehmen die Arbeit auf (15.10.2018)

Nach den vorangegangenen intensiven Baugrunduntersuchungen, den gezielten Vergütungen des Damms durch Injektionen, dem Einbringen eines hochmodernen neuen Monitoringsystems aus Glasfaserkabel und schließlich der Herstellung von Stütz- und Leitwänden durch das „Mixed In Place (MIP)"-Verfahren steht jetzt die Herstellung der großen Schlitzwand an. Diese wird über die gesamte Länge des Damms bis in eine Tiefe von rund 70 Meter und damit rund 30 Meter in den festen Felsuntergrund des 40 Meter hohen Damms reichen. Ihre Breite wird einen Meter betragen. Dieser Arbeitsschritt kann während des Aufstauens und ab 5. November während des Abstauens erfolgen und wird bis in das Frühjahr 2019 dauern. Die Erdbetonschlitzwand wird für die Dichtigkeit des Damms über die nächsten Jahrzehnte sorgen.

Die Herstellung der Schlitzwand erfolgt mit zwei speziellen Großgeräten, dem Schlitzwand-Greifer und der Schlitzwand-Fräse, in mehreren Arbeitsschritten:

Zunächst gräbt sich der Greifer (Leistung 455 kW, Gesamtgewicht ca. 120 t) auf einer Länge von über 3 Metern und einer Breite von einem Meter maximal 40 Meter in die Tiefe, d.h. durch das geschüttete Material des Damms. Für diesen ersten Arbeitsschritt dienen die zuvor im MIP-Verfahren errichteten Seitenwände als Führung. Auch verhindern sie, dass von oben Material in den Schlitz nachfällt. Zusätzlich wird eine Stützsuspension eingebracht, die durch ihren Druck ein Einbrechen des Schlitzes verhindert. Das herausgebaggerte Material wird mit LKW abgefahren und fachgerecht entsorgt.

Spätestens in einer Tiefe von 40 Metern wird der Felsuntergrund erreicht. Hier kommt die Schlitzwand-Fräse (Leistung 570 kW, Gewicht ca. 200 t) zum Einsatz. Sie übernimmt das Vordringen um weitere 30 Meter durch den Fels. Mit gegenläufig drehenden Fräsrädern wird der Fels aufgebrochen und nach oben abtransportiert. Gleichzeitig fließt die Stützsuspension nach und wird von oben entsprechend aufgefüllt.

Für die eigentliche Schlitzwand wird der so geschaffene Schlitz von unten nach oben mit Erdbeton ausgefüllt, der vor Ort hergestellt wird und die Stützsuspension wieder verdrängt. Diese wird abgepumpt und für die Verwendung an einer anderen Stelle im Arbeitsprozess wieder aufbereitet, so dass ein ressourcenschonender Suspensionskreislauf entsteht.

Die anschließende Herstellung der Schlitzwand erfolgt im sogenannten „Pilgerschrittverfahren“ in Form von Primär -und Sekundärlamellen und einer definierten Überlappung. So wird sichergestellt, dass der Erdbeton in den Primärlamellen schon verfestigt ist, bevor die dazwischenliegende Sekundärlamelle ausgebaggert wird. Dieses Schrittmuster wird über die gesamte Dammlänge angewendet.

Nachfolgend sehen Sie ein kurzes Video und einige Fotos zum aktuellen Stand der Arbeiten. Diese und weitere Bilder finden Sie auch am Ende der Seite unter "Downloads" als "Fotosammlung 3".

 

Blick vom Damm in Roßhaupten in Richtung Süden (15.10.2018)

 

Die Baggerschaufeln des Schlitzwandgreifers (15.10.2018)

 

Geführt durch die Seitenwände beginnt der Schlitzwandgreifer, sich in die Tiefe vorzuarbeiten. (15.10.2018)

 

Allein der Fräskopf der Schlitzwandfräse wiegt rund 40 Tonnen. (15.10.2018)

Pressemitteilung: Vollstau bis auf 780,5 mNN beschlossen und eingeleitet (5. Oktober 2018)

Uniper hat auf der Grundlage der Empfehlung der mit internen und externen Experten besetzten Kommission und in Abstimmung mit dem Wasserwirtschaftsamt Kempten als amtlichen Sachverständigen entschieden, den am 2. Juli begonnenen Aufstau des Forggensees weiter bis zum Vollstau 780,5 mNN fortzusetzen. Der Vollstau soll bis zum 4. November 2018 gehalten werden und damit 20 Tage über den üblichen Termin hinaus. Die in den Damm eingebrachten Messeinrichtungen bestätigen weiterhin, dass alle technischen Voraussetzungen gegeben sind, den Aufstau fortzusetzen. Für den unwahrscheinlichen Fall, dass die Messwerte auf Unregelmäßigkeiten hinweisen, würde der Aufstau umgehend abgebrochen und das aufgestaute Wasser wieder kontinuierlich den Lech abgegeben werden.

Aufgrund der trockenen Witterung und des damit einhergehenden Wasserdargebots wurde das neuerliche Zwischenziel von 778 mNN erst am 4. Oktober erreicht. Ein weiterer Grund für den langsamen Aufstau ist die ökologisch bedingte Auflage, jederzeit eine Mindestmenge Wasser in den Lech abzugeben, so dass nicht der gesamte Zufluss für den Aufstau zur Verfügung steht oder phasenweise auch Wasser aus dem Forggensee an den Lech abgeben werden muss, um das Gesamtsystem Lech ab Roßhaupten bis zur Mündung in die Donau möglichst nicht durch zu geringes Wasserdargebot aus dem Gleichgewicht zu bringen. Bei einer Wasserfläche von über 10 Quadratkilometern spielt auch die Verdunstung – insbesondere in diesem warmen Jahr – eine nennenswerte Rolle.

Pressemitteilung: Zwischenziel erreicht – Fortsetzung des Aufstaus bis auf 778 mNN (3. September 2018)

Platzbedarf auf der Baustelle steigt für Arbeiten der Phase 2

Aufgrund der Regenfälle über das Wochenende war der Zufluss in den Forggensee so umfangreich wie seit Wochen nicht. Deshalb machte der am 2. Juli begonnene Aufstau deutliche Fortschritte. Die von der Kommission mit internen und externen Experten gesetzte Zwischenmarke von 773 mNN wurde in der Nacht zum Samstag überschritten. Aufgrund des erfolgreichen Abschlusses der ersten Projektphase, die durch die Erkundung und vor allem durch die Vergütung des Damms geprägt war, hatte die Expertenkommission in Abstimmung mit dem Wasserwirtschaftsamt Kempten als amtlichen Sachverständigen bereits Ende Juli empfohlen, den Aufstau bis auf eine Zielmarke 778 mNN fortzusetzen. Für den unwahrscheinlichen Fall, dass die Messwerte auf Unregelmäßigkeiten hinweisen, würde der Aufstau umgehend abgebrochen und das Wasser wieder kontinuierlich den Lech abgegeben werden.

Ausschlaggebend für den langsamen Aufstau waren die trockenen Witterung und das damit einhergehende geringe Wasserdargebot. Ein weiterer Grund ist die ökologisch bedingte Auflage, jederzeit eine Mindestmenge Wasser in den Lech abzugeben, so dass nicht der gesamte Zufluss für den Aufstau zur Verfügung steht oder phasenweise auch Wasser aus dem Forggensee an den Lech abgeben werden muss, um das Gesamtsystem Lech ab Roßhaupten bis zur Mündung in die Donau möglichst nicht durch zu geringes Wasserdargebot aus dem Gleichgewicht zu bringen. Bei einer Wasserfläche von über 10 Quadratkilometer und der intensiven Sonneneinstrahlung der letzten Wochen spielte auch die Verdunstung zwar eine kleine, aber nennenswerte Rolle.

Ob und wann die für die Forggensee-Schifffahrt notwendige Zielmarke 780,5 mNN noch in dieser Saison erreicht werden kann, hängt vom weiteren Wasserdargebot und der Entscheidung der Expertenkommission ab, die auf der Grundlage der Messwerte und der technischen Einschätzung des Damms nach dem Erreichen des neuerlichen Zwischenziels von 778 mNN ausgesprochen wird.

Mehr Platz für Gerät und Material

Mit dem Beginn der Phase 2, deren wesentliches Element das Einbringen der Erdbetonschlitzwand ist, steigt auch der Platzbedarf der Baustelle. Ebenfalls dem Einbringen der Schlitzwand dienen Vorarbeiten, die in den nächsten Wochen durch ein MIP-Gerät bis voraussichtlich Anfang Oktober erbracht werden (wir berichteten in der Pressemitteilung vom 26. Juli). Für die Erdbetonschlitzwand, die im Anschluss an die MIP-Wand erstellt wird wird eigens ein kleines Betonmischwerk auf der ehemaligen Parkfläche vor dem Windenhaus eingerichtet. Diese Anlage wird in Summe über 15.000 Kubikmeter Beton herstellen, der über Schlauchleitungen zu den Geräten geleitet wird, die das Material in den Dammkörper einbringen. Auf dem Parkplatz vor dem Kraftwerk wird entnommenes Material vor dem Abtransport zwischengelagert. Dieser Parkplatz wird deswegen zeitweise für die Öffentlichkeit gesperrt. Weitere Vorbereitungs- und Ablageflächen werden am landseitigen Dammfuß eingerichtet.

 

MIP-Gerät im Einsatz (20.09.2018)

 

Silos für die Lagerung der Zementsuspension (20.09.2018)

Pressemitteilung: Abschluss der Phase1 – Injektionen zur Vergütung des Dammkörpers komplett erfolgt (26. Juli 2018)

Fortsetzung des Aufstaus beschlossen – Damm erhält weltweit einmaliges Monitoringsystem

Die Phase 1, deren Ziel es war, den Damm soweit zu stabilisieren, dass ein Aufstauen möglich wird, ist erfolgreich abgeschlossen. Die Erkundungsbohrungen sind erfolgt und auch die Injektionsarbeiten sind abgeschlossen.

Die in den Damm eingebrachten Messeinrichtungen bestätigen weiterhin, dass der Damm durch die seit April eingebrachten Zement-Injektionen wieder soweit vergütet ist, dass der Aufstau weiter fortgesetzt werden kann. Wie alle Entscheidungen rund um die Erneuerung der Dammdichtung beruht auch diese Entscheidung auf der Empfehlung der mit internen und externen Experten besetzten Kommission und erfolgt in Abstimmung mit dem Wasserwirtschaftsamt Kempten als amtlichen Sachverständigen. Alleiniges Kriterium ist stets die Sicherheit.

Wie schnell der See sich weiter füllt, ist naturgemäß abhängig von den Zuflüssen und damit von den Niederschlägen. Hinzu kommt die ökologisch bedingte Auflage, jederzeit eine Mindestmenge Wasser in den Lech abzugeben, so dass nicht der gesamte Zufluss für den Aufstau zur Verfügung steht. Der Aufstau würde umgehend abgebrochen und das aufgestaute Wasser wieder kontinuierlich den Lech abgegeben werden, sollten die Messwerte auf Unregelmäßigkeiten hinweisen.

Eine Entscheidung, ob und wann das Stauziel von 780,5 mNN angefahren wird, kann derzeit noch nicht getroffen werden. Auch eine Einschätzung ob und wann dieses Stauziel erreicht werden kann, ist aus den genannten Gründen nicht möglich.

Innovatives Monitoring: Neues Kontrollsystem auf Glasfaser-Basis

Aktuell laufen Vorbereitungen, ein neues Kontrollsystem aus Glasfaserkabeln in den Dammkörper einzubringen. Dieses, die gesamte Dammbreite und Dammhöhe umfassende System wird über in regelmäßigen Abschnitten eingebrachte Glasfaserkabel den gesamten Damm abdecken und damit ein hervorragendes Informationssystem zur laufenden Kontrolle des Damms darstellen. Der Roßhauptener Damm ist weltweit der erste Damm, der in diesem Umfang mit dieser modernen Überwachungsmethode ausgestatten wird. Die Einbringung dieses System wird voraussichtlich bis Ende August erfolgen. Allein für dieses Kontrollsystem wendet Uniper rund 500.000 Euro der mit insgesamt rund 20 Mio. Euro veranschlagten Bausumme auf.

An der Baustelle ist mittlerweile auch ein Groß-Bohrgerät in Aktion. Um den optimalen Fortschritt der Arbeiten für die Erneuerung der Dammdichtung sicherzustellen, wird dieses Großbohrgerät bis Mitte August teilweise rund um die Uhr arbeiten. Das Großbohrgerät ist über 33 m hoch und hat eine Leistung von 570 Kilowatt (das entspricht 775 PS). Auf dem Damm in Roßhaupten wird es dazu eingesetzt, durch gezielte, senkrechte Bohrungen den Untergrund für das Einbringen der Schlitzwandfräse vorzubereiten. Insbesondere geht es darum, einen Betonschacht im Inneren des Dammkörpers zu entfernen, der nicht mehr gebraucht wird, aber die Einbringung der Schlitzwand behindern würde. Für die mit den Arbeiten eventuell einhergehenden zusätzlichen Beeinträchtigungen bitten wir um Verständnis.

Ebenfalls dem Einbringen der Schlitzwand dienen Vorarbeiten, die ab Ende August durch ein MIP-Gerät bis voraussichtlich Ende September erbracht werden. Das MIP-Gerät (MIP = „Mixed In Place“) fertigt eine Art Schablone für das Schlitzwandgerät an, indem entlang der geplanten Trasse für die Schlitzwand der Boden an beiden Seiten im Abstand von einem Meter bis in eine Tiefe von maximal 9 m verfestigt wird, ähnlich einer Betonwand. Zwischen diesen Wänden wird später die bis in eine Tiefe von bis zu 80 m reichende Schlitzwand hergestellt.  

Update zum Projektfortschritt (9. Juli 2018)

Die geplanten Bohrungen – teilweise bis in über 80 Meter Tiefe – zur Erkundung des Baugrunds sind fast vollständig erfolgt. Auch die Injektionsarbeiten sind nahezu abgeschlossen. In den nächsten Tagen wird ein Großbohrgerät eingesetzt werden. Es wird per Schwertransport auf der Baustelle eintreffen. Aufgabe des Großbohrgerätes ist es, durch gezielte senkrechte Bohrungen den Einsatz der Schlitzfräse für die Dichtungswand vorzubereiten.

Pressemitteilung: Teilaufstau wird fortgesetzt (9. Juli 2018)

Anhebung des Wasserspiegels um weitere drei Meter auf 773 mNN

Uniper hat heute entschieden, den Teilaufstau des Forggensees fortzusetzen. Wie alle Entscheidungen zum Aufstau basiert auch diese Entscheidung auf der Empfehlung der mit internen und externen Experten besetzten Kommission und erfolgt in Abstimmung mit dem Wasserwirtschaftsamt Kempten als amtlichen Sachverständigen.

Der seit dem 2. Juli eingeleitete Teilaufstau um zunächst fünf Meter auf 770 mNN ist erfolgreich verlaufen. Die zur ständigen Kontrolle in den Damm eingebrachten Messeinrichtungen zeigen die erwarteten Werte und bestätigen, dass der Damm durch die Injektionen mittlerweile wieder soweit vergütet ist, dass der Teilaufstau fortgesetzt werden kann.

Ziel ist es nun, eine Wasserspiegellage von 773 mNN zu erreichen. Das Erreichen dieser neuerlichen Zielmarke und die Auswertung der Messergebnisse bilden dann die Grundlage für weitere Entscheidungen zur Fortsetzung des Aufstaus. Alleiniges Kriterium ist dabei aber wie gehabt die Sicherheit des Dammes.

Wie in den vergangenen Wochen werden dazu rund 50, zum Teil neu eingebrachte Messeinrichtungen beobachtet und ausgewertet. Sollten die Messwerte auf Unregelmäßigkeiten hinweisen, würde der Aufstau umgehend abgebrochen und das aufgestaute Wasser wieder kontinuierlich den Lech abgegeben werden. In welchem Zeitraum die neue Zielmarke erreicht sein wird, ist nicht prognostizierbar. Entscheidend sind die Zuflüsse in den See. Hinzu kommt die ökologisch bedingte Auflage, jederzeit eine Mindestmenge Wasser in den Lech abzugeben, so dass auch nicht der gesamte Zufluss für den Aufstau zur Verfügung steht.

Wasserspiegel bei Teilaufstau auf 770 mNN (6. Juli 2018)

Am 2. Juli haben wir mit dem Teilaufstau begonnen. Ziel ist es, einen Wasserspiegel von 770  mNN zu erreichen (siehe Pressemitteilung vom 2. Juli). Zur ungefähren Information, welche Wasserfläche sich beim Erreichen des Stauziels 770 mNN einstellen würde, haben wir eine Darstellung arbeitet. Diese zeigt auf der Basis eines Luftbildes von 2014 zwei Abschätzungen des zu erwartenden Wasserspiegels. Die gelbe Linie markiert eine Abschätzung anhand der Querprofilen aus dem Jahr 2017. Die blaue Linie ist aus Daten abgeleitet, die bei einer Befliegung des Forggensees im April 2014 ermittelt wurden.

Bitte beachten Sie: Es handelt sich jeweils um Abschätzungen. Die konkrete Wasserspiegellage vor Ort kann von den errechneten Werten deutlich abweichen. Der unterstellte Teilaufstau um + 5 Meter auf 770 mNN unterliegt außerdem dem grundsätzlichen Vorbehalt der Sicherheit. Sollten die Messwerte während des Teilaufstau auf Unregelmäßigkeiten hinweisen, würde dieser umgehend abgebrochen und das aufgestaute Wasser wieder kontinuierlich den Lech abgegeben werden.

Grafik: Abschätzung Wasserspiegel 770 mNN (PDF)

Pressemitteilung: Teilaufstau beginnt (2. Juli 2018)

Anhebung des Wasserspiegels in einem ersten Schritt um 5 Meter

Uniper hat heute entschieden, einen Teilaufstau des Forggensees vorzunehmen. Grundlage ist die Empfehlung der mit internen und externen Experten besetzten Kommission. Der Teilaufstau erfolgt in Abstimmung mit dem Wasserwirtschaftsamt Kempten als amtlichen Sachverständigen.

Ausschlaggebend für diese Entscheidung waren die Erkenntnisse der seit Anfang April durchgeführten Bohrungen zur Erkundung des Bauuntergrunds und die Bewertung der mittlerweile vorgenommenen, umfangreichen Zementinjektionen. Nach Einschätzung der Experten ist der Damm durch die Injektionen mittlerweile wieder soweit stabilisiert, dass mit dem Teilaufstau – zunächst um 5 m auf 770 mNN – begonnen werden kann.

Der Aufstau unterliegt – wie auch der gesamte Damm – der ständigen Kontrolle. Dazu werden rund 50, zum Teil neu eingebrachte Messeinrichtungen beobachtet und ausgewertet. Sollten die Messwerte während des Aufstaus auf Unregelmäßigkeiten hinweisen, würde dieser umgehend abgebrochen und das aufgestaute Wasser wieder kontinuierlich den Lech abgegeben. Nach weiteren Analysen steht dann die Entscheidung zur Fortsetzung des Aufstaus an. Alleiniges Kriterium für alle Entscheidungen ist aber die Sicherheit.

In welchem Zeitraum der Teilaufstau nun erfolgt, ist nur schwer vorherzusagen, denn er ist von den Zuflüssen im See abhängig. Hinzu kommt die ökologisch bedingte Auflage, jederzeit eine Mindestmenge Wasser in den Lech abzugeben, so dass auch nicht der gesamte Zufluss für den Aufstau zur Verfügung steht.

Verkehrsinfo: Behelfsumleitung für Fußgänger und Radfahrer eröffnet (2. Juli 2018)

 

Die Arbeiten für die Erneuerung der Dammdichtung nehmen die komplette Krone des Staudammes in Roßhaupten in Anspruch. Für Fußgänger und Radfahrer gibt es ab dem 27. Juni 2018 eine Behelfsumleitung entlang des nördlichen Hangs des Damms (Fotos siehe Fotosammlung).

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Besuch von Staatsminister Dr. Marcel Huber (23. Mai 2018)

Am 23. Mai besuchte Staatsminister Dr. Marcel Huber im Zuge eines Gespräches zur weiteren Entwicklung des Forggensees, zu dem Maria Rita Zinnecker, Landrätin Ostallgäu, eingeladen hatte, auch die Baustelle auf dem Damm.

Er betonte die ursprünglichen Zielvorgaben des Hochwasserschutzes und der regenerativen Stromerzeugung, die mit dem Bau des Damms und des Kraftwerks Roßhaupten einher gingen und zeigte sich beeindruckt von der Maßnahme sowie der schieren Größe der einzubringenden Dichtwand.

Dr. Huber hob lobend die bei Uniper gelebte Sicherheitsphilosophie hervor: „Zu Safety First gibt es keine Alternative, und ich bin sehr froh, dass das Projekt der Dammerneuerung in diesem Sinne betrieben wird.“

Im Zuge dieses Termins wurde durch Carsten Gollum, Leiter der Uniper-Kraftwerksgruppe Lech, auch deutlich gemacht, dass – falls es zum Aufstau kommt – der Forggensee im Herbst 2018 bis zum 1. November auf dem Sommerstauziel belassen werde, um die Schifffahrt-Saison etwas zu verlängern.

 

Landrätin Maria Rita Zinnecker, Umweltminister Dr. Marcel Huber und Carsten Gollum, Leiter Uniper-Kraftwerksgruppe Lech, bei der Pressekonferenz nach den Gesprächen mit den Anrainer-Kommunen zum Zukunftsprojekt Forggensee.

 

Sicherheitseinweisung vor Besichtigung der Baustelle und erste Erläuterungen anhand der Infotafel.

 

Umweltminister Dr. Marcel Huber und Carsten Gollum auf der Dammkrone. Im Hintergrund eines der Bohrgeräte zur Erkundung des Baugrunds und Injektion der Zementsuspension, die den Baugrund stabilisieren soll.

 

Bilder von der Baustelle (Juli 2018)

 

Behelfsumleitung Geländesituation erzwingt steile Rampen

 

Großbohrgerät vor dem Einsatz

 

Hochbetrieb auf der Baustelle Platzbedarf für Maschinen und Personal erfordert Komplettsperrung

Verkehrsinfo: Forggensee-Staudamm ab 11. April gesperrt

Der Landkreis Ostallgäu hat am 6. April 2018 bekannt gegeben:

Die Straße über den Forggensee-Staudamm bei Roßhaupten wird ab Mittwoch, 11. April 2018, bis voraussichtlich Mai 2019 für den Kraftfahrzeugverkehr gesperrt. Grund dafür für die Straßensperrung sind Instandsetzungsmaßnahmen an der Talsperre. Die Umleitungen erfolgen großräumig über Füssen beziehungsweise Lechbruck. Für Radfahrer und Fußgänger bleibt der Staudamm geöffnet.

Während der Bauarbeiten am Staudamm besteht eine Vollsperrung der Kreisstraße OAL 1 für den motorisierten Verkehr. Kraftfahrzeuge können die Talsperre in diesem Zeitraum weder von Roßhaupten noch von Halblech aus überqueren. Es werden zwei großräumige Umleitungsstrecken eingerichtet und ausgeschildert: von Roßhaupten über Füssen und Schwangau nach Halblech und umgekehrt. Und von Marktoberdorf über Lechbruck, Steingaden nach Halblech und umgekehrt.

Radfahrer und Fußgänger können den Staudamm während der gesamten Bauzeit passieren. Fahrräder müssen geschoben werden. Beim Schulverkehr wird die Beförderung der Schülerinnen und Schüler sichergestellt. Sie werden in ihrer Schule und den Schulbussen der Regionalverkehr Allgäu GmbH-RVA informiert.

Der Landkreis bittet alle Verkehrsteilnehmer und Anlieger um Verständnis, dass es während der Bauarbeiten auf den Umleitungsstrecken zu erhöhtem Verkehrsaufkommen und Behinderungen kommen kann.

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Theodoros Reumschüssel

Theodoros Reumschüssel

Pressesprecher Wasserkraft Deutschland