Uniper hat ein Portfolio von Wasser-, Gas- und Kohlekraftwerken mit Erzeugungskapazitäten, die genutzt werden können, um Angebot und Nachfrage im Stromsystem auszugleichen.
Wenn erneuerbare Energien die Nachfrage nicht decken, muss das Energiesystem zusammenspielen: Kraftwerke, Importe und Speicher wirken zusammen, um die Versorgung stabil zu halten.
Batteriespeicher sind die Sprinter des Systems. Sie reagieren in Sekundenbruchteilen, verschieben Solarstrom vom Mittag in den Abend und dämpfen Preisspitzen. Ihre Reichweite liegt typischerweise bei wenigen Stunden. Mehrtägige Engpässe können sie nicht abdecken. Pumpspeicherkraftwerke ergänzen sie als Mittelstreckenläufer – langlebig, erprobt und in der Lage, über mehrere Stunden große Energiemengen für Netzstabilität und Lastverschiebung bereitzustellen.
Gemeinsam leisten Batterie- und Pumpspeicher einen wichtigen Beitrag zur Integration Erneuerbarer und zur kurzfristigen Flexibilität. Doch Dunkelflauten dauern häufig mehrere Tage. Hier stoßen Speicher systemisch an ihre Grenzen – sie stabilisieren das System, ersetzen aber keine gesicherte Leistung über längere Zeiträume.
Für solche mehrtägigen Engpassphasen braucht es steuerbare Kraftwerke – insbesondere moderne, H₂-fähige Gaskraftwerke. Sie erzeugen Strom, statt ihn nur zu verschieben, sind über längere Zeiträume verfügbar und sichern das System genau dann ab, wenn Erneuerbare, Speicher und Importe nicht ausreichen. Diese Anlagen laufen vergleichsweise selten – ihr Wert liegt in ihrer Verfügbarkeit in kritischen Stunden und Tagen.