Flexible Stromerzeugung

Flexible Stromerzeugung

Flexible Stromerzeugung

Das Wichtigste in Kürze

  • Nur mit steuerbarer Leistung bleibt das Energiesystem bei einem hohen Anteil erneuerbarer Energie stabil. 
  • Steuerbare Kraftwerke stellen sogenannte gesicherte Leistung bereit – also Strom, der unabhängig von Wetter und Tageszeit jederzeit verfügbar ist. 
  • Unipers flexible Kraftwerke sichern die Versorgung, wenn Sonne und Wind nicht ausreichen. 
  • Uniper betreibt in Deutschland rund 8 GW installierte Leistung, davon 2,5 GW als Reservekapazität, was 25% der Kraftwerkreserve in Deutschland entspricht.

Wir sichern Strom – auch wenn Wind und Sonne nicht liefern

Das deutsche Energiesystem verändert sich grundlegend. Der Anteil von Wind- und Solarenergie steigt, gleichzeitig werden konventionelle Kraftwerke schrittweise abgeschaltet. Wind- und Solaranlagen deckten 2025 rund 46 % der Stromerzeugung in Deutschland ab. Tendenz steigend. Das ist gut, aber die Abhängigkeit von Wind und Sonne macht die Stromerzeugung heute deutlich volatiler als noch vor einem Jahrzehnt. Und bis 2030 sollen in Deutschland 80 % des Bruttostromverbrauchs aus erneuerbaren Energien stammen.1 

Die Herausforderung: Erneuerbare Energien liefern nicht gleichmäßig und nicht kontinuierlich. In den vergangenen zehn Jahren wurden in Deutschland über 1.400 Dunkelflauten mit mehr als zehn Stunden Dauer registriert. Dunkelflauten sind Phasen mit sehr geringer Stromerzeugung aus Wind- und Solarenergie (< 10 % der installierten Leistung). Im Schnitt trat eine solche Phase etwa alle drei Tage auf. 

Und wenn die Nachfrage durch Elektrifizierung in Industrie, Wärme und Mobilität noch steigt, braucht es auch Energien in Phasen der Dunkelflaute. Flexible, steuerbare Kraftwerke schließen diese Lücke. Sie liefern Strom genau dann, wenn er gebraucht wird – unabhängig von Wetter und Tageszeit.  

Uniper hält dafür Reservekraftwerkskapazitäten von 2,5 GW bereit und trägt so zur Stabilität des Stromsystems bei. Denn Uniper sichert damit rund 25 % der Kraftwerkreserve Deutschlands. Damit gesicherter Strom jederzeit verfügbar bleibt.

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Solar farm in the dark

Wir sichern Versorgung, wenn es darauf ankommt

Uniper hat ein Portfolio von Wasser-, Gas- und Kohlekraftwerken mit Erzeugungskapazitäten, die genutzt werden können, um Angebot und Nachfrage im Stromsystem auszugleichen.  

Wenn erneuerbare Energien die Nachfrage nicht decken, muss das Energiesystem zusammenspielen: Kraftwerke, Importe und Speicher wirken zusammen, um die Versorgung stabil zu halten.  

Batteriespeicher sind die Sprinter des Systems. Sie reagieren in Sekundenbruchteilen, verschieben Solarstrom vom Mittag in den Abend und dämpfen Preisspitzen. Ihre Reichweite liegt typischerweise bei wenigen Stunden. Mehrtägige Engpässe können sie nicht abdecken. Pumpspeicherkraftwerke ergänzen sie als Mittelstreckenläufer – langlebig, erprobt und in der Lage, über mehrere Stunden große Energiemengen für Netzstabilität und Lastverschiebung bereitzustellen.  

Gemeinsam leisten Batterie- und Pumpspeicher einen wichtigen Beitrag zur Integration Erneuerbarer und zur kurzfristigen Flexibilität. Doch Dunkelflauten dauern häufig mehrere Tage. Hier stoßen Speicher systemisch an ihre Grenzen – sie stabilisieren das System, ersetzen aber keine gesicherte Leistung über längere Zeiträume. 

Für solche mehrtägigen Engpassphasen braucht es steuerbare Kraftwerke – insbesondere moderne, H₂-fähige Gaskraftwerke. Sie erzeugen Strom, statt ihn nur zu verschieben, sind über längere Zeiträume verfügbar und sichern das System genau dann ab, wenn Erneuerbare, Speicher und Importe nicht ausreichen. Diese Anlagen laufen vergleichsweise selten – ihr Wert liegt in ihrer Verfügbarkeit in kritischen Stunden und Tagen.

Stabilität entsteht im Zusammenspiel

Versorgungssicherheit entsteht durch die Verzahnung verschiedener Elemente und steht für Uniper im Zentrum der Energiewende. Dafür braucht Deutschland ein robustes Gesamtsystem: Erneuerbare Energien, ergänzt durch Speicher für kurzfristige Flexibilität sowie neue, flexible Gaskraftwerke für längere Engpassphasen, gesicherte Leistung und Systemstabilität.  

Mit steigenden Anteilen erneuerbarer Energien wird dieses Zusammenspiel immer wichtiger für das Funktionieren des Energiesystems.

Wir machen Versorgung zukunftsfähig

Uniper entwickelt sein Portfolio gezielt weiter, damit Strom auch in Zukunft verlässlich verfügbar bleibt. Dazu gehört der geplante Ausstieg aus der kommerziellen Kohleverstromung bis spätestens 2029 ebenso wie die Weiterentwicklung bestehender Gaskraftwerke. Gleichzeitig arbeitet Uniper daran, neue Kapazitäten aufzubauen, die perspektivisch mit Wasserstoff betrieben oder durch Technologien wie CO2-Abschneidung weiterentwickelt werden können. Ebenso investiert Uniper in den Aufbau von Speicherkapazitäten und erforscht neue Technologien in dem Bereich. So entsteht schrittweise ein Energiesystem, das sowohl zuverlässig funktioniert als auch klimaneutral werden kann.

FAQ

Deutschland braucht steuerbare Kraftwerke, weil erneuerbare Energien wie Wind und Sonne nicht kontinuierlich verfügbar sind. Uniper stellt solche flexiblen Kraftwerkskapazitäten bereit, die eingesetzt werden, wenn erneuerbare Erzeugung nicht ausreicht, und trägt damit zur Sicherung der Stromversorgung bei.

Dunkelflauten sind Phasen mit gleichzeitig sehr geringer Stromerzeugung aus Wind- und Solarenergie. Solche Phasen treten regelmäßig auf und dauern häufig über mehrere Stunden an. In diesen Situationen trägt Uniper mit seinen steuerbaren Kraftwerken dazu bei, die Stromversorgung in Deutschland sicherzustellen.

Mit dem steigenden Anteil erneuerbarer Energien im Energiesystem nimmt die Volatilität der Stromerzeugung zu. Uniper stellt Erzeugungs- und Speicherkapazitäten bereit, die diese Schwankungen ausgleichen und so dazu beitragen, dass die Energiewende bei gleichzeitig gesicherter Stromversorgung funktioniert.

Uniper entwickelt sein Portfolio gezielt weiter, um die Energieversorgung schrittweise zu dekarbonisieren und gleichzeitig verlässlich zu halten. Dazu gehören der geplante Ausstieg aus der kommerziellen Kohleverstromung bis spätestens 2029, die Weiterentwicklung bestehender Kraftwerke, der Aufbau neuer steuerbarer Kapazitäten mit Netto-Null-Potenzial sowie die Investition in und Erforschung von Speichertechnologien. Gleichzeitig arbeitet Uniper am Einsatz von Wasserstoff sowie Technologien zur CO₂-Abscheidung und -Speicherung (CCS/CCU). Damit verbindet Uniper Versorgungssicherheit mit der Transformation hin zu einem klimaneutralen Energiesystem.

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